Pharcyde heizt im Kesselhaus
aus der Berliner Morgenpost
In Interviews mit dem angesehenen US-HipHop-Magazin «The Source» erklärten The Pharcyde, für zwei Alben von ihrer Plattenfirma nie einen Cent Tantiemen erhalten zu haben. Um das Geschäftsgebaren von Managern sei es kaum besser bestellt gewesen. Einzige Möglichkeit der fixen Einkommenssicherung sind Tourneen, die die HipHop-Crew nun selbst organisiert - auch ohne neue Platte im Handel.
Die Rapper Fat Lip und Tre gehören inzwischen nicht mehr zur Besetzung. Nun wird das als Sextett an den Start gegangene Ensemble in erster Linie durch die Rapper Romye und Imani vertreten. Anzeichen für Qualitätsverlust? Nicht unbedingt. Alle Mitglieder von The Pharcyde hatten auf ihrem formidablen Debüt «Bizarre Ride II The Pharcyde» (1992) mit einer Weiterentwicklung des offenen und friedfertigen Stils von De La Soul oder den Jungle Brothers brilliert. Als die ersten Rap-Gangster ihre Pistolen zückten, machten The Pharcyde auf Party. Eine Kursänderung ist nicht in Sicht. Heute abend bitten sie ins Kesselhaus.
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